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Science Crazed
Als Dr. Frank einer Frau eine Schwangerschaft
verspricht, die sich in wenigen Stunden
vollzieht, endet das Experiment tödlich: Die
Mutter stirbt, ihr Kind wächst sofort zu einem
erwachsenen Monster heran. Es beginnt eine
Mordserie, in der es Fitnessstudios,
Schwimmbäder und stockdunkle Räume heimsucht.
Während das Wesen wahllos Frauen erwürgt und
selbst vor Leichenschändung nicht
zurückschreckt, versuchen zwei Frauen, ein Mann
und ein altmodisch gekleideter Polizist, das
Geschöpf in einem Labyrinth aus endlosen
Korridoren zu stellen.
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Filmhintergrund:
Über den Entstehungsprozess von Science
Crazed ist nur sehr wenig bekannt. Der
Film deutet auf eine improvisierte,
chaotische und vermutlich unterfinanzierte
Produktion hin. Ein einziges Gebäude dient
als Schauplatz für praktisch alle Szenen.
Die extrem langsame Erzählweise, die
Wiederholung identischer Einstellungen und
die unbeholfene Nachsynchronisierung
deuten darauf hin, dass kaum Rohmaterial
vorhanden war. Der Schnitt hatte
offensichtlich das Ziel, die Laufzeit
künstlich auf Spielfilmlänge zu strecken.
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Kommentar von Jan:
Science Crazed wirkt wie ein bizarrer
Unfall, bei man nicht wegsehen kann: Der Film
eröffnet mit analogem Rauschen, das jede Szene
dominiert, bis jemand spricht – und selbst dann ist
das Rauschen oft lauter als die Stimmen der
Schauspiel. Die unbeholfene Nachsynchronisierung
erinnert an die Tollpatschigkeit von Things.
Gelegentlich sind auch schon mal Lippenbewegungen
ohne Ton zu sehen. Währenddessen dudelt die
elektronische Hintergrundmusik repetitiv und
unpassend, manchmal bleibt sie ganz aus, sogar im
Abspann. Visuell herrscht Chaos: Figuren stehen im
Dunkeln, Gesichter verschwinden im Schatten,
Schnitte sind langsam, falsch ausgeleuchtet und
verwirrend gesetzt, während Dialoge zum Fremdschämen
einladen und das Schauspiel in der selben Szene
zwischen unbeholfener Angst und völliger Indifferenz
schwankt. Gleichzeitig entfaltet der Film eine
seltsame Faszination, weil seine handwerkliche
Unfähigkeit – kombiniert mit endlosen Einstellungen
von schlurfenden Monsterfüßen, ziellosen Workouts
oder minutenlangem Abtasten eines blutverschmierten
Jeans‑Monsters – eine fast meditative Wirkung
entwickelt. Doch diese Entspannung ist teuer
erkauft: Die Handlung umfasst effektiv fünf Minuten,
die auf 83 Minuten gestreckt wurden, offenbar um die
Mindestspielfilmlänge zu erreichen. Das dürfte
Science Crazed für die meisten Zuschauer zu einer
extremen Geduldsprobe machen. |
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Science Crazed
Veröffentlichungsjahr: 1990
Land: Kanada
Genre: Horror
Laufzeit: 83 Minuten
Format: Fullscreen (1.33:1)
Regie: Ron Switzer
Drehbuch: Ron Switzer
Darsteller: Cameron Scholes, Tony Della Ventura,
Robin Hartsell, Ottalie Mason
Kamera: Joe Maagdenberg
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